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Was ist ADHS eigentlich ?? und warum hab ich dieses Thema auf meiner HP ??
klaro.. mein Sohn und auch ich sind Betroffene..wir nehmen beide Medis..und dann klappts eigentlich ganz gut.


Eine Frau zur anderen: "Der Sohn meiner Nachbarin hat ADS!"
Darauf die andere: "Ich weis zwar nicht genau, was das ist, aber immer noch besser, als rumgammeln und nix tun!"



eines vorweg... AD(H)S.. hat nix mit BLÖD zu tun...!!!! ganz sicher

..mein Nachteil war.. als ich Kind/ Jugendliche war.. da ahnte noch NIEMAND das es sowas gibt ...also musste ich sehn wie ich damit klar kam...was ganz sicher nicht einfach war..und so war ich zwar anders als andere.. aber warum ??? das konnte niemand feststellen..und natürlich auch nicht behandeln..
tja.. blöd gelaufen.. so bekam ich meine Diagnose erst in fortgeschrittenem Alter...eher zufällig , nachdem mein Sohn Marcel getestet wurde.. ( beim Ki-Arzt und in der Ergotherapie fast gleichzeitig)...    
                                                                                
 
Informationen zum Krankheitsbild ADHS

Das Krankheitsbild Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist in der Öffentlichkeit nach wie vor zu wenig bekannt. Selbst in Fachkreisen wird die Komplexität, Tragweite und Behandlungsbedürftigkeit dieser Erkrankung häufig nicht im erforderlichen Umfang wahrgenommen. Die Kennzeichen der Störung liegen vornehmlich in drei verschiedenen Bereichen, dem Wahrnehmungsbereich (Aufmerksamkeit) z. B. in Form von 

                                                                              
leichter Ablenkbarkeit,
Tagträumerei,                                                                                               
mangelndem Durchhaltevermögen,
Kritikempfindlichkeit,
extremer Vergesslichkeit,
dem Sozialisationsbereich durch z. B.:  Impulsivität mit spontanem Handeln ohne vorheriges Nachdenken,
mangelnde Selbststeuerungsfähigkeit,
niedrige Frustrationstoleranz,
Schwierigkeiten planvoll zu handeln und sich selbst zu organisieren,
Antrieblosigkeit,
dem motorischen Bereich mit z. B. Zappeligkeit,
Ungeschicklichkeit in Grob-/Feinmotorik, falscher Kraftdosierung.
                                                               
                                                                       

In der Regel kommen begleitend hinzu eine seelische Entwicklungsverzögerung, ein schnelles psychisches und physisches Ermüden, ein extrem ausgeprägter Gerechtigkeitssinn anderen gegenüber und eine erhebliche Beeinflussbarkeit durch andere.Die Symptomatik ist bei jedem Betroffenen individuell ausgeprägt. Gehäuft treten weitere Erkrankungen im Zusammenhang mit ADHS (assoziierte Störungen) auf: Im Kindesalter z. B. Lese-Rechtschreibschwäche, Rechenschwäche und Tic-Störungen; im Erwachsenenalter z. B. Ängste, Depressionen, Suchtverhalten .Nach heutigem wissenschaftlichen Erkenntnisstand handelt es sich bei ADHS wahrscheinlich um eine Regulationsstörung im Frontalhirn auf genetischer Grundlage.

Die Reizweiterleitung wird durch sogenannte Neurotransmitter bewirkt (u. a. Dopamin und Noradrenalin), die der Körper selbst produziert. Die Ausschüttung und Aufnahme dieser Botenstoffe befindet sich bei ADHS-Betroffenen nicht im Gleichgewicht. Häufig können Medikamente die Grundstörung deutlich verringern. In wenigen Fällen lassen sich die Symptome auch durch eine oligo-antigene Diät reduzieren. Begleitend sollen psychoedukative Maßnahmen und Trainingsprogramme zur Stärkung des Selbstwertgefühles angewendet werden. Alle Behandlungsformen können nur mit ärztlicher Hilfe erfolgen. Aber selbst wenn der Arzt helfen kann, ist der ADHS Betroffene nicht geheilt. ADHS ist nicht heilbar! Der Betroffene kann aber lernen, unter besseren Bedingungen zu leben und zu arbeiten.

                                                                             

Diese Chance sollte so früh wie möglich ergriffen werden, so dass die positiven Seiten und Begabungen, die in jedem ADHS-Betroffenen stecken, gezielt gefördert werden können. Dennoch, der Weg bleibt mehr oder weniger steinig, denn auch bei günstigem Ansprechen auf Medikamente und psychologische Hilfen geht es nicht ohne Auf und Ab. Eine gesicherte Diagnose ist die Grundvoraussetzung für sinnvolle Therapiemaßnahmen. Die Diagnostik der Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) orientiert sich nach internationaler Übereinkunft heute an den Kriterien der beiden diagnostischen Systeme ICD-10 und DSM-IV. Eine Abklärung sollte im Rahmen einer differenzierten Diagnostik von einem hierauf spezialisierten Arzt erfolgen Hierzu gehören als Routinediagnostik Eigen-, Familien-, Fremdanamnese körperliche und neurologische Diagnostik, motoskopischer/motometrischer Entwicklungsstatus,Audiometrie, Visusüberprüfung, EEG und Laborstatus Des weiteren sind neuropsychologische Testverfahren durchzuführen wie Leistungstests, Konzentrationstest, Testung auf Teilleistungsschwächen. Zur Differenzialdiagnostik gehört der Ausschluss von Erkrankungen mit ähnlicher Symptomatik und die Feststellung eventueller begleitender (assoziierter) Störungen (z. B. Teilleistungsstörungen, Tics, Asperger Syndrom, Zwangsstörungen, Depressionen).
                                                                   



Bei Verdacht auf eine nahrungsmittelinduzierte ADHS-Symptomatik sollten weitere Untersuchungen in dieser Richtung folgen. Die Frage nach den Ursachen der ADHS wird leider immer noch kontrovers oft auch sehr emotional diskutiert. Mediziner sprechen von einer organischen Störung, Psychologen und Pädagogen gehen eher von einer psychischen Störung als Reaktion auf krankmachende familiäre und gesellschaftliche Belastungen aus. Darüber hinaus gibt es noch weitere Theorien, die aber eine untergeordnete Rolle spielen. Erbfaktoren spielen offenbar bei der Verursachung der ADHS eine große Rolle. Für eine genetische Disposition spricht, dass die Eltern dieser Kinder sehr häufig eine ähnliche Symptomatik zeigen. Das hat sich vor allem in Adoptions- und Zwillingsstudien gezeigt. Die Mehrzahl der Mediziner geht heute davon aus, dass die Störung auf eine Dysfunktion bestimmter Regelsysteme im Frontalhirnbereich beruht, auf einem Ungleichgewicht in verschiedenen Neurotransmittersystemen.
Die Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin spielen hier eine entscheidende Rolle. Psychosoziale Bedingungen (z. B. ungünstige familiäre Situation) werden von den meisten Wissenschaftlern nicht als primäre Ursachen der ADHS angesehen! Sie können aber deren Schweregrad erheblich beeinflussen und zur Verstärkung und Verfestigung unerwünschter, negativer Verhaltensweisen entscheidend beitragen.


Was kann getan werden?                                                                 

Ein multimodaler Therapieansatz ist nach derzeitigem Wissensstand am meisten Erfolg versprechend. In der Regel finden die Behandlungen ambulant statt, Dazu können u. a. gehören eine Situationsanalyse, die Elternberatung und -training, bei neurologischem Befund eine gezielte Physiotherapie, verhaltenstherapeutische Interventionen, der Einsatz von Medikamenten. Coaching, sozialtherapeutische Unterstützung . Es kommt auch vor, dass die ADHS von einer oder mehreren ähnlichen Störungen begleitet wird. Dann muss die Therapie auch auf diese Störungen erweitert werden. Beispielsweise wird man bei Verdacht auf eine nahrungsmittelinduzierte Symptomatik herauszufinden versuchen, welche Unverträglichkeiten im Einzelnen vorliegen. Dies kann im Rahmen einer oligoantigenen Diät mit nachfolgend reintroduktiver Phase erfolgen. Hier besteht noch Bedarf an guten doppelblinden und placebokontrollierten Studien. Die ADHS lässt sich mittlerweile relativ gut behandeln, heilen kann man sie aber nicht!


ADHS im Laufe des Lebens

Kinder, die durch Entwicklungsverzögerungen, nicht altersgemäßes Verhalten und Lernstörungen auffallen,  Jugendliche, die wegen ihrer Konzentrations- und Aufmerksamkeitsprobleme nicht die Schulabschlüsse erreichen, die ihrer Intelligenz entsprechen und die deshalb auch Schwierigkeiten haben, einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden.  Erwachsene, die unter Unruhe, Stimmungs- und Leistungsschwankungen leiden, die Schwierigkeiten in sozialen Bereichen und bei der Organisation ihres Alltags haben, leiden häufig an ADHS. Kinder mit ADHS fallen oft schon sehr früh auf. Es beginnt manchmal bereits in der Schwangerschaft mit vermehrter Unruhe im Mutterleib. Als Säuglinge fallen sie durch häufiges Schreien, Schlafstörungen, Tonusauffälligkeiten, Koordinationsstörungen, Fütter- und Gedeihstörungen, Ablehnung von Körperkontakt auf. Als Kleinkind erhöht sich oft die motorische Unruhe. Hinzu kommt eine gewisse Rastlosigkeit, Reizsuche und Reizoffenheit, mangelnde Ausdauer, geringe Frustrationstoleranz mit Wutausbrüchen. Schon jetzt ist oft eine Unfallhäufigkeit festzustellen.
 
                                                                                                      

Im Kindergartenalter kommt die mangelnde Akzeptanz von Regeln und Anforderungen, das mangelnde Erfahrungslernen, Impulsivität und Distanzlosigkeit hinzu. Sie haben Schwierigkeiten, sich im sozialen Umfeld zu integrieren. Durch ihre schweifende Aufmerksamkeit und verminderte Konzentrationsfähigkeit, mangelnde Ausdauer, schlechte Handlungsorganisation und Vermeidungsverhalten sind Probleme im Vorschulalter und später in der Schule vorprogrammiert. Das Vollbild ADHS zeigt sich zum Ende der Kindergartenzeit.
In der Schule kommen Selbstwertprobleme, Lernschwierigkeiten, Antriebsprobleme und Vermeidungsverhalten hinzu. Arbeitsgeschwindigkeit und Sorgfalt lassen zu wünschen übrig, die Schrift ist unleserlich und Disziplinprobleme erschweren alles noch viel mehr.
Im Jugendalter setzt sich die ADHS oft mit einer veränderten Symptomatik fort. Die Hyperaktivität, falls sie vorhanden war, verschwindet jetzt meistens und oft macht sich ein ausgeprägtes Desinteresse (Null-Bock-Mentalität) breit. Die Kernsymptome, die sozial/emotionale Reifeverzögerung, schlechte Handlungsorganisation, und vor allem die innere Unruhe bleiben jedoch bestehen. Hinzu kommt die Überlagerung mit pupertätstypischen Problemen.

                                                                                                                                                                                    

Jugendliche, die bereits als Kinder aggressiv und sozial auffällig waren, entwickeln gehäuft dissoziales Verhalten. Bei manchen wird auch eine Neigung zu Alkohol- und Drogenproblemen beobachtet . Mädchen, die bis dahin zwar verträumt, aber sonst unauffällig waren, zeigen nun erste Anzeichen begleitender Störungen, oft Essstörungen, aber auch Ängste oder Depression.

In der Ausbildung bzw. im Studium sind die Aufmerksamkeits- und Impulsivitätsstörung, die Desorganisation, emotionale Instabilität, die geringe Ausdauer und Frustrationstoleranz sowie die Anpassungsschwierigkeiten weiterhin problematisch und können zu Abbrüchen und Wechseln führen. Eine konstitutionelle Prägung bleibt lebenslang bestehen, wie z. B. Reizoffenheit, Neigung zu emotionaler Übersteuerung, geringe Frustrationstoleranz, Konzentrationsprobleme und Schwierigkeiten bei der Organisation des Alltags.
Beim Erwachsenen können weiterhin oft quälende Langeweilegefühle, ständige Reizsuche, ein ungebremster Redefluss oder die Neigung zu Überfokussierung das Störungsbild kennzeichnen. Oft ist eine gewisse Umtriebigkeit und Verwicklung in Turbulenzen zu beobachten. Dies zeigt sich auch in der Berufswahl. Berufe mit größeren Freiräumen und weniger festgeschriebenen Arbeitsabläufen werden bevorzugt gewählt.
                                                                                             

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) wurde lange Zeit ausschließlich als Erkrankung des Kindes- und Jugendalters angesehen. Mehrere Langzeitstudien belegen aber inzwischen etwas anderes: Bei etwa 35 - 60 % der betroffenen Kinder setzt sich die Störung bis in das Erwachsenenalter fort. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn früher bei ADHS-Patienten häufig eine Persönlichkeitsstörung (fehl)diagnostiziert wurde.
Erwachsene Menschen mit ADHS sind zwar für Behandler kein Novum - dennoch sind Behandlungssicherheit und Gewissheit in der Diagnostik noch immer nur bei einzelnen, erfahrenen Therapeuten zu finden, beim überwiegenden Teil der Behandler jedoch noch nicht.
                            
                                                                   
Die angemessene Versorgung erwachsener Menschen mit ADHS ist keineswegs gesichert. Es wäre für die Betroffenen außerordentlich wünschenswert und gleichzeitig ein großer volkswirtschaftlicher Gewinn, wenn es in großem Umfang gelänge, diese Patientengruppe konsequent zu erfassen und zu therapieren. Dann könnte eine sehr große Zahl von Menschen wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden.
Vielen Langzeitstudenten gelänge es, das Studium endlich erfolgreich abzuschließen. Viele Männer und Frauen könnten geduldigere und liebevollere Väter und Mütter sein. Mitten unter uns existiert eine große Zahl von Menschen mit ADHS. Sie leben unter einem hohen Leidensdruck - viele scheitern. Sie können sich selbst weder verstehen noch ertragen  Chaos, Gefühlsausbrüche, Vergesslichkeit, Beziehungs- und Arbeitsstörungen ...können Symptome einer ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung) sein. Es ist im Allgemeinen wenig bekannt, dass ADHS – früher Hyperaktivität genannt - die häufigste Erkrankung des Kindes- und Jugendalters ist. Bei über der Hälfte der betroffenen Erwachsenen zeigen sich auch später noch deutliche Symptome und Auswirkungen. Die Betroffenen leiden weiterhin unter der Schwierigkeit sich zu konzentrieren und zu organisieren.

                                                                                                  

Schnell und ungewollt schaffen sie in ihrer Umgebung Chaos und verlieren den Überblick. Sie reagieren meist heftig und ungestüm und handeln nicht selten aus dem Moment heraus, ohne die Konsequenzen ihres Handelns zu bedenken. Stimmungsmäßig fahren sie häufig Achterbahn – »himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt. So können sie sich übermäßig freuen, aber auch schon bei geringen Kränkungen in seelische Tiefen stürzen. Schon kleinste Ärgernisse können bei ihnen zu heftigen Wutanfällen oder Gereiztheit führen und so sind sie nicht selten Menschen mit zwei Gesichtern:

man kann auf der einen Seite von ihnen alles haben, wenn sie gut gelaunt sind. Wenn sie andererseits unter Stress oder Anspannung stehen, können sie aufbrausend, jähzornig und verletzend werden. Die ständigen Stimmungsschwankungen, die mangelnde Organisationsfähigkeit (Chaosprinzessinnen), die Impulsivität (HB-Männchen, Hitzeblitze) führen zu erheblichen Problemen in Beziehungen und am Arbeitsplatz.
Nicht selten entwickelt sich daraus eine Chronologie des Scheiterns, und es treten in dieser Gruppe gegenüber der Normalbevölkerung vermehrt Suchterkrankungen, Ängste und Depressionen auf. Unerkannt gleicht die ADHS einem Phantom, das sich durch das gesamte Leben zieht und das sehr zerstörerisch sein kann. Wenn dieses Phantom als ADHS erkannt wird, können Betroffene wirkungsvolle Hilfe in Anspruch nehmen und lernen mit diesen Schwierigkeiten umzugehen.




                                                                       

Noch ein Hinweis von mir....sicher sind die Medis die wir nehmen *nicht ohne*.....und das muss jeder für sich selbst bzw. für sein Kind entscheiden.... aber.. FINGER WEG vom ZAPPELIN !!!!
PURE GELDSCHNEIDEREI !!!! bringt rein GAR NIX !!!

aber bitte bei KINDERN drauf achten, wie viel Süßes sie essen.. DENN wenn Süßes gegessen wird, dann wirken die Medis nicht...und das steht in keinem Beipackzettel !!!



interessante LINKS

http://www.ads-im-erwachsenenalter.de/ads-erwachsene.html
 
http://www.dr-gumpert.de/html/adhs_medikamente.html

http://www.netdoktor.de/adhs/medikamente_wirkung.htm

http://www.ads-im-erwachsenenalter.de/ads-erwachsene.html

http://www.adhs-deutschland.de

http://www.ads-portal.de     
                                                 


BUCHTIPPS:   

Zappelphilipp und Störenfrieda lernen anders

Das ADHS Buch für Erwachsene

ADS Das Erwachsenen - Buch

Die Chaosprinzessin

ADS so Fördern sie ihr Kind

es gibt sicherlich noch ganz viele andere gute Bücher...wenn mir die Titel nur einfallen würden